Das Theater ist geschlossen – aber es scheint nicht leer zu sein: Bunte Figuren und Motive, die unseren Plakaten entstiegen sind, treiben dort ihr Unwesen und »tanzen auf den Tischen«. 

Wer sind sie? Woher kommen sie? Was machen sie? Wo gehen sie hin? Ihr seid herzlich dazu eingeladen, aus der Distanz unsere Bühnen und Säle zu füllen: mit Fantasie, Geschichten & euren ganz eigenen Gedanken.
Wir posten regelmäßig ein Foto, das wir heimlich im Theater aufgenommen haben, und ihr könnt dazu etwas erfinden. Was sieht man da? Und was sieht man auf dem Foto vielleicht auch nicht?

Wir haben dazu eingeladen, eure Geschichten auch mit uns zu teilen: und hier ist schon die erste.

Christa Krabbe und ihre große Festtagsgesellschaft

Christa Krabbe wird langsam ungeduldig. Zu ihrer großen Enttäuschung hat sie es vor der Theaterschließung nicht rechtzeitig aus dem Haus geschafft. Und mit nicht rechtzeitig meint Christa Krabbe das Weihnachtsfest. So sehr liebt sie es, das Fest mit ihren Freunden Ändy Ente und Ronny Reiher am Teich im Stadtpark Lichtenberg, zu verbringen. Sie wollte sich doch nur kurz aufwärmen und ihren Kollegen, dem Abstandshasen und dem Donut, ein fröhliches Fest wünschen.

Neugierig erkundschaftet sie nun das imposante Gebäude. „Auch mal cool es nur für mich allein zu haben“ denkt sie. Aber eine Festtagsgesellschaft sollte sich doch hier trotzdem auftreiben lassen. Sie tänzelt erst hoch ins Dekolager, dann runter in den Kostümfundus und dann wieder hoch in die Maskenabteilung und lädt die dort angetroffenen, ebenfalls Zurückgebliebenen, zu einem deftigen Weihnachtsschmaus, gezaubert aus den Resten des letzten Community Dinners, in die Kantine ein.

Christa ist gespannt wer ihrer Einladung gefolgt ist. Pünktlich ist, zu ihrer Überraschung, der gemütliche Eisbär. Ihm folgt die Elefantendame und nicht zu überhören, pest da auch schon die schillernde Hyäne den Gang entlang. Gemeinsam verbringen sie einen ausgesprochen spaßigen Abend, denn die Wildtiere haben ziemlich aufregende Geschichten aus dem Theaterdschungel zu erzählen. Christa fragt sich nur, warum sie keine Festtagsgesellschaft in ihrem Format gefunden hat, da alle sooo groß sind. Da gackert die Hyäne „Na auf der Bühne muss man uns doch auch aus der letzten Reihe gut sehen können!“ Und das war nicht das letzte, das Christa an jenem Abend über das Theater an der Parkaue gelernt hat. Fragt sie, wenn ihr sie beim nächsten Mal in der Parkaue antrefft.

Von Jenny R.

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