Köstliche Unterhaltung. Die Türen des Atriums sind weit geöffnet, draußen knallt der Donner und Regen scheint sich eimerweise über Berlin zu ergießen.

Doch im Atrium selbst, bereitet das Licht der künstlichen Kronleuchterkerzen eine behagliche Stimmung und an einer langen, gedeckten Tafel füllen sich langsam die Plätze.

Im Eröffnungstalk, dem ersten Community Dinner im Rahmen von Parkaue City, kommen 30 Menschen am Tisch zusammen und unterhalten sich nach Begrüßungsworten des Staatsekretärs für Stadtentwicklung und Wohnen Sebastian Scheel bei leckerem Essen, über Wünsche, Ideen und den Status Quo ihrer Stadt.

Das kulinarische Menü, zubereitet von Lucas Humann, orientiert sich an diesen Zukunftsvisionen. Wie lässt sich unser Leben und unsere Stadt und Welt, in Zukunft nachhaltiger gestalten? Die verwendeten Lebensmittel stammen unter anderem aus den Rettermärkten von SIRPLUS. Das Unternehmen setzt sich gegen Lebensmittelverschwendung ein und verkauft in ihren Märkten nur Ware, welche in anderen Supermärkten oder Produktionsfirmen als unverkäuflich oder Überschuss deklariert worden wären.

Einen unserer Ansprüche an die Stadt der Zukunft – nämlich Nachhaltigkeit – haben wir versucht in das Essen mit einfließen zu lassen. Auch während des Dinners, füllt sich, die im Atrium gespannte Schnur, mit Ideen. Unsere Gäste schreiben, angeregt durch ihre Tischgespräche, ihre Lösungsansätze auf und heften sie für alle sichtbar an eine, quer durch den Raum gespannte, Leine.

Besonders der Wunsch nach dem Ausbau von reinen Fahrradstraßen, ein barrierefreies, soziales Zusammenleben, unabhängig von Generation, Schicht, Nationalität o.ä., und die Diskussion um steigende Mieten und bezahlbaren Wohnraum, füllen die Karten an der Schnur und scheinen Themen der angeregten Unterhaltungen zu sein.


Das Auftaktdinner ist das erste von drei Community Dinner im Rahmen von Parkaue City – und mit jedem Mal wird die Besuchergruppe größer und diverser. Im letzten Dinner ist vor allem eine ausgewogene Mischung aus Jugendlichen und Erwachsenen anwesend: Aktive Schüler*innen der »Fridays For Future«-Organisatoren aus Berlin treffen auf die Klimabeauftragte des Bezirks Lichtenberg, die jugendlichen Spieler*innen unserer TUSCH Patenschaft mit dem Melanchthon Gymnasium können die Arbeit an ihrem Stück über künstliche Intelligenzen mit Teilnehmer*innen der Seniorenuni Lichtenberg besprechen. Auch Künstler*innen aus Lichtenberg finden im Rahmen der Dinner eine Plattform für ihre Arbeit.

Die Community Dinner bleiben damit im Kopf: Als gemütliches Abendessen, in dem sich sowohl Körper und Geist etwas Gutes tun und jeder mit gefülltem Bauch, neuen Kontakten und inspirierten Gedankengängen nach Hause entschwindet.

by Marisa & Sarah

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